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Helena Winkelman, Komposition

Curriculum Vitae

Helena Winkelman- geboren am 27.2.1974 - entstammt einer Musikerfamilie: Ihr Vater war ein Holländisch/Italienischer Flötist, ihre Mutter eine Schweizer Cembalistin.

Ihre Neigung zur Musik wurde früh gefördert. Obwohl sie in jungen Jahren Preisträgerin an nationalen und internationalen Violinwettbewerben wurde, hat sie sich in den letzten Jahren ganz der Komposition gewidmet.

Ihr Interesse an Jazz und Renaissancemusik liessen sie zuerst mit dem für den Postmodernismus typischen Stilpluralismus experimentieren. Unter Verwendung ständig wechselnder, verschiedenen Epochen entstammenden Kompositions-techniken und eines ungewöhnlichen Instrumentariums entstand eine sehr vitale Musik in der die Abgründe hinter Humor und Ironie verborgen sind. Das 2001 entstandene Werk "Herrgott und Teufel, ein 33 min. Ensemblewerk mit zwei Sprechern über das längste Anagramm in deutscher Sprache ist das früheste Beispiel dafür - spätere Werke die extensive Stilwechsel benutzen sind z.B. die Kammeropern Extravagancia und Satanica über Texte des Argentiniers Rafael Spregelburd von 2010.

Einflüsse aus der Schweizer Volksmusik (Fremdländler 2007, Chill(t) horn und Quodli - Beat 2011) sowie der Indischen Musik (Immediation, Song of the Reed) sind ebenfalls in ihren Werken zu finden. Ihr Interesse an Literatur, Psychologie und Philosophie haben einen grossen Einfluss auf ihr Schaffen. Viele ihrer Werke basieren auf Texten: Z.B. von Celan (Traumantrieb, Duo für Violine und Viola), Dante (Canto 33 für Vokalensemble, Streichtrio "per correr miglior acqua", Canto Quinto für Violine und Elektronik) Rumi (Song of the reed für Flötenquintett, 2008) oder auf Mythen ("From the Ashes" für grosses Ensemble, 2006 oder das Alphorn/Trompeten- Doppelkonzert "Miorita", 2011)

In jüngerer Zeit hat ihr die Entdeckung des Spektralismus bei Gerard Grisey, Georg Friedrich Haas und George Benjamin wichtige Impulse gegeben, die Formen und Klänge, mit denen sie arbeitet immer wieder neu zu erfinden. ("Impromptu" für Klavier Solo, 2007, "Vers l'ouvert" für Orchester, 2007 und Vestibula für Trio)

Helena Winkelman erhielt Aufträge von der Harvard Musical Association, Boston (2005), dem Internationalen Musikfestival Davos (Crédit Suisse, 2001), der Musikakademie Basel (2003), der Sinfonietta Basel (2007) der IGNM Basel (2008), der IMS Prussia Cove/Nicholas Berwin, der Musikfabrik Koeln, Pro Musicis Paris, dem Trio Montin, Bern, dem Basler Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem "Zeitkunst" - festival Berlin sowie vielen Künstlern der Basler Musikszene.

Für ihr kompositorisches Schaffen erhielt sie den Förderpreis des KulturRaumSchaffhausen in 2003 und 2007. Ihre Werke wurden aufgeführt vom Ensemble Phönix, Basel, dem Arditti Quartett, der Camerata Variabile Basel, der Musikfabrik Köln sowie vielen anderen Formationen.

Seit 1998 lebt sie freischaffend in Basel. 2008-2009 war sie mit einem Stipendium der Stiftung Landis & Gyr für ein Jahr in London. Für das Wintersemester 2012 erhielt sie vom Kanton Schaffhausen einen Atelierplatz in Berlin zugesprochen.

Ihre Werke werden verlegt bei:

Editions BIM, Mathez Jean-Pierre Postfach 12;

The Brass Press Brass Bulletin 1674 Vuarmarens

Telefon 021 909 10 00 Fax 021 909 10 09 Homepage http://www.editions-bim.com

AUSBILDUNG:

Helena Winkelman studierte Violine am Konservatorium Luzern (Herbert Scherz/Gunars Larsens - Lehrdiplom mit Auszeichnung) an der Musikhochschule Mannheim (Valery Gradow- Künstlerische Ausbildung) New York (Daniel Philips) und Basel (Thomas Füri- Konzertdiplom mit Auszeichnung).

Während des Studienjahrs in New York (1997/98) begann sie regelmässig zu komponieren. Dort waren die Begegnungen mit den Komponisten Dr. Philip Lasser und Stanley Wolfe sehr wichtig. Zurück in der Schweiz studierte sie an der Musikhochschule Basel Komposition mit Roland Moser (2003-2007 Diplom) und Georg Friedrich Haas (Nachdiplomstudien 2007-2008)

Musiker und Komponisten die ebenfalls von grossem Einfluss auf ihre künstlerische Entwicklung waren, sind der Perkussionist und Komponist Pierre Favre mit dem sie während zwei Jahren in Luzern arbeitete, der Komponist György Kurtag, an dessen Kammermusikkursen sie sehr oft teilnahm und der Schweizer Geiger Hansheinz Schneeberger.

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